Mittwoch, 23. Juli 2008

Tag 7 der Tour de Bretagne

Eigentlich waren wir bis jetzt sehr gut bedient mit den Hotels. Wir hatten beim Buchen ein echtes Händchen dafür. Alle Zimmer waren sauber, alle Duschen funktionierten, alle Toiletten waren einwandfrei, das Frühstück reichhaltig und lecker. Na ja, alles hat mal ein Ende. Heute war das Frühstück die reinste Katastrophe. Fruchtsalat ohne Geschmack, grässlich mundender Toast, harte Crêpes, um 9.00 Uhr keine Rühreier mehr, dreckige Tische und das dreckige Geschirr der anderen Gäste noch rund um uns auf den Tischen. Und keine Bedienung da, die sich darum gekümmert hätte – und das für 14€/Person.
Nathi – als Qualitätsfachfrau – hat in jedem Hotel die Qualitätsbewertungsbögen ausgefüllt, so auch heute. Jedoch war heute nicht alles super und gut, sondern das Frühstück hat mit der schlechtesten Note abgeschnitten. Mit den oben erwähnten Punkten versehen hat sie den Bogen beim Auschecken abgegeben. Wir liessen das Gepäck noch kurz im Hotel, da das Auto relativ weit weg parkiert war, und als wir es abholen wollten hat uns die nette Dame an der Reception aufgehalten und sich für den desolaten Zustand beim Frühstück 1000 Mal entschuldigt. Sie hat uns den vollen Betrag des Frühstückes zurückerstattet und sich nochmals 1000 Mal entschuldigt. Das nenne ich doch echte Kundenbetreuung und Kundenfreundlichkeit. Also ihr Lieben – Hotel Oceania in Brest!
Heute stand kein Cache auf dem Programm, so hatten wir Zeit für eine kurze Stadtbesichtigung. Wir haben uns Morlaix ausgesucht. Laut Reiseführer muss das eine zauberhafte Stadt sein – und der Reiseführer hat Recht.



Da wir gerade zur Mittagszeit da waren haben wir uns wieder einmal eine Galette gegönnt (das war sicher schon die 5. seit wir in den Ferien sind). Das Restaurant war klein und wunderhübsch eingerichtet. Wir konnten auf der Mini Terrasse sitzen, auf der genau 7 Leute Platz finden. Per Zufall haben wir ein „Zertifikat“ der Michelin – Gastroführer entdeckt, welches das Restaurant als einer der Besten Crêpes und Galettes Restaurant sei – und auch das können wir bestätigen. Falls wir einmal Steinreich sein sollten, lassen wir diesen Koch extra einfliegen um uns zu bekochen – das haben wir so abgemacht ;o)
Weiter ging’s nach Perros-Guirec unserem nächsten Etappenziel. Im Hotel angekommen haben wir uns spontan dazu entschlossen, gleich noch eine Nacht anzuhängen. So geniessen wir das Touristenfeeling am Strand von Perros.



Am Abend fuhren wir nach Ploumanac’h. Da sind die riesigen rosaroten Steine, eine echte Sehenswürdigkeit. Wir waren vor 2 Jahren schon einmal hier, leider bei sehr schlechtem Wetter. Diesmal hiess uns die Sonne und die wunderschöne Aussicht herzlich willkommen.
Nach einem mega feinen Nachtessen spazierten wir im Naturschutzgebiet der rosa Steine herum und machten zig Fotos.


Das Häuschen hätten wir gern. Sponsor gesucht!!!





Der Sonnenuntergang war wunderschön.



Fettnäpfchen des Tages: Vor uns schlenderte eine Schweizer Familie auf dem Pfad der Steine. Die Mama telefonierte gerade als sie an uns vorbei rauschte und erzählte der Person auf der anderen Seite des Büchsentelefons (sie sprach so laut, dass man sie auch ohne Telefon in der Schweiz hören konnte) gerade, dass sie wunderschöne Häuser gesehen habe etc. etc. Wir kennen nun ihr halbes Leben. Wir sind in dieser Beziehung etwas gemein, das müssen wir schon zugeben, denn wir geben nie zu erkennen, dass wir das Gegenüber verstehen und unterhalten uns dann einfach in einer anderen Sprache miteinander. So auch hier.
Irgendwann turnte einer der Jungs in einem abgesperrten Gebiet af den Steinen und vor allem auf den Pflanzen herum. Mama: „Philipp…. *schrei* Philipp, wart emal. Chum do ane. Das ich im Fall es Naturschutzgebiet, darum isch da alles abgsperrt, da dörfsch nöd umeturne“. Die Dame hat das in einem so schrillen Tonfall gesagt, dass wir uns verstecken mussten und laut loslachen mussten. Das war nun unser Running Gag des Abends.
Kaum eine halbe Stunde später – wir hatten die Schweizer erfolgreich abgehängt, spazierten wir den Steinen entlang und machten uns lauthals über Mama und Philipp lustig indem wir sie imitierten. Ja genau… wer kam da um die Ecke geflitzt? Mama und Philipp… Wir konnten uns kaum halten vor Lachen – wir konnten einfach nicht aufhören, es lachte immer weiter. Noch Stunden später verfielen wir in hysterisches Lachen wenn wir an die Szene zurückdenken!



Den Schlummertrunk nahmen wir am Beach von Perros ein, bevor wir wieder müde und zufrieden ins Hotel zurückkamen.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns so nette Kommentare schreiben. Wir freuen uns riesig über Lebenszeichen von zu Hause. Danke

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hoi mitenand. Busis geht es gut. Gestern hatte ich Hilfe (Jordan). Hatte auf die Fotos von Claude gewartet. Liebe Grüsse und geniesst eure Ferien.

Anonym hat gesagt…

eure Fotos sind genial und machen richtig gluschtig auf Ferien in Frankreich.
Steine haben es mir besonders angetan und in dieser Umgebung könnte es mir auch gefallen.
Liebe Grüsse Doris

Anonym hat gesagt…

jajaja, im RPB wirds endlich ruhig, denn unsere Kellerassel verschwindet auch für 3 Wochen von der Bildfläche. Der Lästertisch morgen hats in sich, müssen wir doch über Nathi und Ruthle herziehen. Also ihr 2 Feriengäste geniesst weiterhin und lasst mir die Bretagne grüssen.

bis bald Silvia